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Präsentation BBF

BBF Präsentation
Ziel des „Berodung, Betreiung a Fräizäit“ – Dienstes ist, Blinden und Sehbehinderten die erforderliche Hilfe im Alltag zu geben, damit sie ihr Leben selbstbestimmt  in größtmöglicher Autonomie und sozialer Integration führen können.
Zugangsvoraussetzung zur Nutzung unseres ambulanten Dienstes ist das Vorlegen eines ärztlichen Attests, das Ursache und Schweregrad der aktuell bestehenden Sehbehinderung ausweist.

Unser ambulanter Betreuungsdienst verpflichtet sich, jeder blinden und sehbehinderten Person zu helfen, die das Hilfsangebot zu Hause nutzen möchte. Sofern erwünscht, erhalten Betroffene sowie  Angehörige Informationen über Sehbehinderung, Erblindung und mögliche Hilfsmittel.
Wir vermitteln auch weitere Kontaktadressen, wo man sich für verschiedene Belange rund um die Sehbeeinträchtigung informieren kann.

Die Beratungsgespräche finden nach einer ersten Kontaktaufnahme vorwiegend durch Hausbesuche statt. Die Mitarbeiter des Beratungsdienstes sind für den Klienten telefonisch erreichbar.

Das Team wird auf neue Klienten aufmerksam, indem sich die Betroffenen oder eine Bezugsperson bei der Blindenvereinigung melden und den ambulanten Dienst anfragen.

Sobald wir Kenntnis von einer Klientenanfrage haben, nehmen wir telefonisch Kontakt zu der betreffenden Person auf und vereinbaren einen ersten Termin im Haus des Interessenten. Falls der Klient es wünscht, können auch Familienangehörige bei diesem persönlichen Erstkontakt anwesend sein.
Die weitere Intervention durch den Service BBF erfolgt individuell je nach Wunsch des Klienten. Seine Wünsche und Ziele bezüglich einer selbstbestimmten Lebensführung geben massgeblich den Inhalt künftiger Interventionen seitens des Service BBF vor. Auch Zusatzerkrankungen werden bei der Planung und Umsetzung berücksichtigt. Erforderliche Modifikationen werden gemeinsam besprochen.

  • Der ambulante Dienst „Berodung, Betreiung a Fräizäit“ bietet eine professionelle Betreuung und Begleitung blinder und sehbehinderter Menschen in folgenden Bereichen an:
  • Beratung und Information (über gesetzliche Vorteile und staatliche Beihilfen, Informationen zur Pflegeversicherung, finanzielle Hilfeleistungen, steuerliche Vergünstigungen, Invalidenkarte, Benutzen öffentlicher Transportmittel usw.)
  • Vorbeugung und Sensibilisierung
  • Definition der individuellen Bedürfnisse und Förderung der Selbständigkeit im Alltag
  • Tagesgestaltung (Gespräche, Spaziergänge, Vorlesen, Gesellschaftsspiele usw.)
  • gesellschaftliche Eingliederung

  • Orientierung und Mobilität (Benutzung des weissen Stocks sowie optimale Nutzung der verbliebenen Sehkraft)
  • Nutzung des öffentlichen Transports (O&M)
  • Umgang mit technischen und blindenspezifischen Hilfsmitteln
  • Lebenspraktische Fertigkeiten (Anleitung zur Haushaltsführung, Körperpflege und –hygiene, Erkennen des Geldes, Telefonieren, Uhrzeit usw. )
  • Hilfe bei administrativen Angelegenheiten (Post ordnen, Überweisungen, usw.)

Im Rahmen der Einzelbetreuung fallen je nach Häufigkeit der Interventionen monatliche Kosten im Sinne einer Eigenbeteiligung an.


Gesellschaftliche Kontakte und Freizeitgestaltung

Viele unserer Klienten haben nur noch wenige Kontakte mit der Außenwelt und leiden an Vereinsamung.
Der Dienst „Berodung, Betreiung a Fräizäit“ ermöglicht soziale Kontakte und schlägt vielfältige Freizeitangebote vor, die eine aktive Beteiligung am Gesellschaftsleben sowie das Knüpfen neuer Bekanntschaften und Freundschaften erleichtern sollen (Seniorentreff, Seniorenmëtteg, Feierowend, usw.).

Wir bieten Betroffenen eine angemessene Betreuung bei:
  • sportliche Aktivitäten  (Aquafitness, Tischball, Yoga, Kegeln, Bowling usw.)
  • kulturellen Betätigungen in Luxemburg und in der Großregion:
  •  Ausflüge, Besichtigungen, Teilnahme an Festen, Theater- und Konzertbesuche, usw. stehen regelmäßig auf dem Programm
  • jährlichem Kurzurlaub in der Gruppe

Blindenspezifische Hilfsmittel

Wir bieten die Möglichkeit, spezifische Blindenhilfsmittel (weiße Blindenstöcke, sprechende Uhren, Lupen und andere Sehhilfen, Bildschirmlesegeräte, verschiedene Alltagshilfsmittel mit Sprachausgabe usw.) kennenzulernen und sind gerne bei deren Beschaffung behilflich.


Unterricht in Orientierung und Mobilität

Die Orientierung und Mobilität (O+M) für Blinde und Sehbehinderte bietet dem jeweiligen Schulungsteilnehmer einen Rahmen, in dem er erproben und lernen kann, sich sicher und selbstständig fortzubewegen.
Ein wesentlicher Bestandteil der Schulung ist die Befähigung zum effektiven Umgang mit dem Langstock, sowie sich in verschiedenen Umgebungen und Situationen zurechtzufinden (z.B. Gebäude, Strassenverkehr, Einkaufsbereiche, öffentliche Verkehrsmittel usw.)
Um dies zu erreichen, werden während der Schulung Techniken und Arbeitsstrategien vermittelt. Ziel ist grundsätzlich die Erhöhung der Lebensqualität und der Selbstbestimmung des Betroffenen. Voraussetzung hierfür ist der Wunsch nach Selbstständigkeit und Fortbewegung des Sehbehinderten.
Der Betreffende wird geschult in den Bereichen:
  • Schutz des eigenen Körpers
  • Verbesserung der Orientierungsfertigkeiten
  • Sensibilisierung der übrigen Sinne
  • Vermittlung des Langstockeinsatzes in unterschiedlichen Umweltsituationen
  • Optische Hilfsmittel
  • Optimale Ausnutzung des vorhandenen Sehvermögens
  • Analyse des Verkehrsgeschehens
  • Ergänzende Hilfsmittel


Barrierefreiheit und Sensibilisierung

Die Fondation Lëtzebuerger Blannevereenegung ist in vielen verschiedenen Gremien vertreten, wo sie die Interessen der Blinden und Sehbehinderten vertritt, z.B.: Gestaltung öffentlicher Bauten (Flughafen Luxemburg, Schulen, Bahnhöfe, usw.).

Ferner werden Schulungen auf verschiedensten Ebenen angeboten (ehrenamtliche Helfer, Berufe der Kranken- und Altenpflege, Mitarbeiter verschiedener Organisationen, Verwaltungen, Betrieb, usw.), um deren Personal für die spezifischen Bedürfnisse Blinder und Sehbehinderter zu sensibilisieren.


Ergotherapie als Hausbesuch


Die Ergotherapie unterstützt Blinde und Sehbehinderte in ihrem häuslichen Umfeld insbesondere bei Problemen im Bereich der Sensorik, Motorik oder bei Zusatzerkrankungen wie z.B. Schlaganfall. Ziel ist es, neben einer weitestgehend selbständigen Lebensführung eine möglichst breite Teilhabe des Klienten am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Dies geschieht vor allem, durch eine gezielte individuelle Förderung, durch das Einsetzen individuell angepasster Hilfsmittel sowie durch Übungen der Kompensation durch andere Fähigkeiten.


Entwicklung


1990
Entstehung des ambulanten Begleitdienstes (Berodung doheem)
1995
1 professioneller Mitarbeiter (Sozialpädagoge) im Bereich der Beratung und Betreuung sehbehinderter und blinder erwachsener Menschen, Dienste werden landesweit geleistet
1999
Konvention mit dem luxemburgischen Familienministerium
2002
Organisieren und Anbieten von Freizeitmöglichkeiten für sehbehinderte und blinde Menschen, Zusammenarbeit mit einer Organisation im Bereich der geistigen Behinderung
3 angestellte Mitarbeiter (Sozialpädagoge, Ergotherapeutin, Erzieher)
2003
Einstellen einer Mobilitäts- und Orientierungstrainerin
2005
„Berodung, Betreiung a Fräizäit“; Kinderbetreuung im Rahmen des Unterrichts in Orientierung und Mobilität
2007
Individuelle Betreuung, Gruppenbetreuung, Freizeitaktivitäten
2015
Eröffnung von 12 semi-autonomen Wohneinheiten „Betreit Wunnen“